Frühling in der Storchen- & Entensiedlung im Zürcher Unterland

Text & Foto: Werner Fahrner, Dielsdorf

 

Hallo liebe Storchenfreunde,

 

die rund 24 Störche, welche wir immer wieder beobachten konnten, freuen sich an unserem warmen Winterwetter. Natürlich hoffe ich, dass der bis heute noch nicht eingetroffene Schneefall, plötzlich in die Zeit der Küken Aufzucht fällt.

 

  Die blühenden Schneeglöcklein, unter dem grossen Nussbaum, zeigen uns den Frühling schon in aller Pracht. Auch unsere Storchenvögel befinden sich schon recht früh bei Ihren Horsten. Anfangs Februar haben sich doch schon zwei Störche für je ein Nest entschieden.

 

  Auch ein einzelner, oder vielleicht auch eine ganze Biberfamilie, fühlt sich seit diesem Winter ganz wohl in der nahen Umgebung der Storchensiedlung. Einen „Sichtkontakt“ mit diesen Tieren, werden nur die wenigsten Besucher erleben, weil sie vor allem Nachtaktiv sind. Hoffen wir alle, dass sie ihre Familie am Fischbach gross ziehen können. Vielleicht entsteht bis zum Sommer ein „ganz neuer Fischbachsee“. Die Bauarbeiten haben nämlich schon begonnen (natürlich ohne „satte“ Gebühren für eine Baubewilligung (siehe: gesponsertes Behinderten ToyToy WC für die Storchensiedlung ) von der  Gemeinde Steinmaur. Das geht natürlich nur, weil der Kanton die Biber vor willkürlichen Entscheidungen der Gemeindeväter/-müttern schützen muss, weil die Nager unter Schutz stehen.

 

  Im Zoo Zürich sind die „Sesshaften“ Störche schon fast einen Monat weiter. Da sind die meisten Horste schon mit Männchen und Weibchen bestückt, die nur noch eines im Kopf haben – das Familienglück mit zwei oder drei Jungvögel. Doch zuerst wird noch fleissig fremdes Eigentum (Nistmaterial) – wenn‘s niemand sieht –  von den anderen Horsten, fürs eigene Nest „geklaut“.

 

  Der Sturm „Sabine“ hat auch unsere Störche im Unterland arg zerrupft. Im Höri-Riedkreisel steht nur noch der alte Horst vom Storch HES 604 „Zürifrau“ oder „Zürihegel“ (siehe Blog), bei welchem das Paar im Jahre 2019 leider  kein Babyglück hatten. Vielleicht klappt es in diesem Jahr,  wenn der Partner mit ihr/-ihm zufrieden ist.

  Ganz anders sieht es beim Nachbar aus. Da braucht es doch wieder einen neuen mutigen Anlauf um den Horst zu reparieren. Vor allem weil die Schräglage des Baumes zugenommen hat. Aber das wird für diese zwei Adebare sicher kein Problem sein, da sie 2019 den Horst innert kürzester Zeit auf dieser sehr kleinen Plattform gebaut hatten. Immerhin hat ein Jungstorch die Zeit bis zum Abflug im Sommer heil überstanden.

 

  Auch weiter hinten im Höri-Ried, stehen zwei Störche vor den Trümmern ihrer Wohnung. Der Baum verlor im Sturm noch einen grossen dicken Ast. Bei meinem letzten Rundgang waren die zwei Architekten aber wieder dabei, den Schaden in einer neuen Planung zu integrieren. Auch da hoffe ich, dass sie den Horst wieder aufbauen können und einige Jungvögel bis zum Sommer zum Abflug bringen.

Herzliche Grüsse   Werner Fahrner  //  foto-wefa.com

Bauherr & Archidekt Bei der Schaden & Neuplanung

Schneeglöcklein unter dem Nussbaum

Die Spuren der Arbeit

Der neue Gast in der Storchensiedlung

Vielleicht wird das seine Wohnung am Fischbach

Die Störche im Zoo Zürich - Familienplanung ?

Wenn es niemand sieht - wird einfach "geklaut"  // Zoo Zürich

Familienplanung ? - 604 gibt sich zuversichtlich! / Kreisel

Der Nachbar muss zuerst noch renovieren

Das war seine Wohnung, im 2019 mit 1 Jungstorch