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Storchenpost August/September 2020

Sind unsere Zürcher Unterländer Störche schon in Afrika ?

Das wäre Toll !!  - So könnten wir im Höri Ried bleiben und müssten nicht mehr nach Afrika

Hallo liebe Storchenfreunde,

 

Nein, natürlich nicht —  diese „Leva Savanne“ ist das neue gebaute Höri-Ried beim Neeracher Kreisel. Ein bisschen von mir umgebaut, seitenverkehrt und ohne Zivilisation.

 

Bei meinem letzten Besuch im Zoo Zürich haben mich die Zoo-Störche überrascht, wie schnell sie die Savanne für sich eingenommen hatten. Für einige von den Störchen ist das Bild von Zebras, Giraffen und Nashörner vielleicht schon aus ihrem „Winterurlaub 2019“  bekannt.

 

Aber die Störche werden sich sicher fragen, wie schafften es diese Afrikanischen grossen Tiere ohne Flügel, fast zur gleichen Zeit wie wir, am Storchenbrutplatz in Zürich anzukommen. Diese Erscheinung wird ihnen sicher noch länger ein Rätsel bleiben.

 

So werden einige der Adebare der Verlockung nicht wiederstehen und bevölkern vielleicht die „künstliche Savanne“ im Zürcher Zoo und in dem neuen Höri Ried (Bild oben) auch im kommenden kalten Zürcher Winter.

Als ich später wieder einmal auf dem Beobachtungsturm im Höri-Ried stand, sah ich dieses „Savannen Bild“ in meiner Phantasie. Vielleicht, in ein paar hundert Jahren, wenn das Klima trotz allem wärmer wird, erspart das unseren Störchen den gefährlichen Weg in den Süden. Aber, wo sollen sie dann ihre Jungen aufziehen? - Gute Frage! – Denn, wärmeres Klima bedeutet auch, Trockenheit und schlechtes Nahrungsangebot für die vielen kleinen Küken. Also - man sieht, jede Medaille hat eine Kehrseite.

 

Dieses Jahr war für unsere Störche ein super Jahr. Schon Ende Juli,  beobachtete ich grössere Ansammlungen von Jungstörchen, die unseren Bauern beim Pflügen helfen, den Acker so weit wie möglich von Maus und sonstigem Getier zu befreien. Das ist das richtige Flugbenzin (CO2 neutral), für die kommende „grosse“ Reise.

 

Jetzt im August sind schon viele nach Süd-Westen gezogen. Auch bei uns im ZH-Unterland, haben mir schon Storchenfreunde von kleineren (ca.30) und grösseren ca.100) Trupps von Jungstörche gemeldet. Man sieht sie auf einem Acker oder Wiese gemütlich beim Futtern und im nächsten Moment benutzen sie die aufkommende Thermik einer Gewitterfront und schrauben sich in der warmen Luft in die Höhe und segeln wieder ein paar hundert Kilometer ihrem südlichen Ziel entgegen. Zum Fotografieren ist der Start meistens schon zu spät, da ihr Flugentscheid sehr plötzlich in die Tat umgesetzt wird.

 

Darum mein Tipp: Geniessen sie diesen Anblick nach dem Motto „im richtigen Moment, am richtigen Ort und zur richtigen Zeit !!!“  ob mit oder ohne Fotoapparat.

 

Ziel ist heute bei den meisten der Störche vor allem Spanien. Einige wenige die die Meerenge von Gibraltar nicht scheuen, werden sicher auch bis nach Afrika in die „echte Savanne“ ziehen. In Osteuropa geht der Weg übers Festland in die Türkei, Israel, Ägypten, Sudan und für die ganz Flugbegeisterten (reine Angeber) bis Südafrika.

 

Es ist schon ein Wunder, wenn man bedenkt, vor 3 Monaten waren sie noch kleine Küken (70gr-schwer) und jetzt fliegen sie ohne Begleitung, als Jungschar mit dem programmierten Ziel in Kopf, in den Winter Urlaub. Wir Menschen brauchen für diese Leistung mindestens 15 Jahre.

 

Leider wird von 100 Jungstörchen nur 1 Storch nach 3-4 Jahren wieder zu uns zurückkommen. Die Gefahren im Süden sind sehr gross. Vergiftung auf Müllhalden, Stromschläge, Flugunfälle und im Süden, leider immer noch als Abschuss von Jägern oder schiessfreudigen Mitmenschen.

 

Freuen wir uns an den wenigen die den kalten Winter mit uns verbringen und wünschen den Jungen in der Ferne, alles Gute für die ihre Rückkehr.

 

  

Uhh ...  - geht das tief runter...

Auf in den Süden nach Afrika !!!???

Es ist doch so schön in der Storchensiedlung ...

... und so gemütich warm ...

... Familienfreundlich und Sozial mit Nachbarn ...

Aha! - Was die Kleinen da unten im Teich können, ist doch für uns Grosse ein kleiner Klacks.

Es wird Zeit, dass Ihr Euch mal waschen kommt...

Die haben ja Recht !! Wir sind schon viel zu lange schmutzig

Also los Brüderchen ! - Flügel auf - ein paar mal flattern, wie es Mama & Papa machen - und los gehts, - wir kommen!!!

Auch bei unseren Nachbarn in Stadel ist die Flugschule aktiv.

Toll !! - wie Du das schon kannst ...

... warum willst Du immer in den Süden nach Afrika?

                  Du hast ja recht !?

          Nächstes Jahr ziehen wir wieder in den Süden

Es wird Zeit unserer Jungmanschaft das fliegen zu lernen

Die Richtung stimmt --- und mit Gottes Segen ...

Storchenpost Juni/Juli 2020

Die ersten Flugversuche in der Storchen- &  Entensiedlung im                           Zürcher Unterland

  Zuerst - eine „freudige“ Nachricht für alle Besucher in der Storchensiedlung !!          

 

       Ein „Toi Toi WC“wurde geboren !!

 

  Natürlich nicht zu vergleichen mit dem im letzten Jahr von Privat gesponserten grosszügigen Invaliden WC mit Wickeltisch, - das die Gemeinde und die Verantwortlichen der Storchensiedlung auf unverständlicher Weise, willkürlich verhindert hatten.

   Nun in der Storchensiedlung wurden in der letzten Zeit sämtliche Flugsimulatoren fleissig benutzt. Da wird gehüpft und geflattert von Morgens bis Abends. Ruhepausen gibt’s nur noch zum futtern und fürs Mittagschläfchen. Unsere Jungstörche werden bald flügge und geniessen dann sicher zuerst einmal ein Bad im nahen Neeracher Ried. Endlich mal ein frischer Frosch oder eine Maus auf dem Speiseplan!

  

   So werden sie auch bald einmal ihre bekannten roten Schnäbel und Beine bekommen. Wenn sie dann in 2-3 Jahren aus dem Süden wieder ins Unterland zurückkehren, werden wir sie nur noch an ihrer „Identitäts Karte“ am Bein erkennen. In der Farbe und Grösse sind sie dann schon echte grosse stolze Störche.

   Das 2020, war für unsere Störche ein Superjahr. Sehr viele Horste konnten  1-3 Junge aufziehen.

   Leider gab es auch ein paar Ausfälle.           

1 Küken auf der Kirche von Schöfflisdorf und      1 Küken auf dem neuen Horst im Höri-Ried ist leider verstorben.

   Dafür haben im ZÜ-Unterland immer noch ca. 20 Jungstörche überlebt.

   Eine „offizielle ID Karte“ (Kennmarke am Bein) besitzen jetzt ca. 8 Jungvögel aus der Storchensiedlung, die von einem Fachmann, im Auftrag von Storch Schweiz, beringt wurden.

 

   Auch der Horst Nr.1 in der Siedlung wurde erneuert und in Stadel hat sogar ein Storchen-freund oder die Gemeinde, einen neuen Horst auf dem Kirchenhügel aufgestellt. Bravo !!! 

   Die zwei Horste in Oberglatt wurden dieses Jahr oft von den Störchen besucht. Vielleicht klappt es nächstes Jahr mit einer Jungmann-schaft.

  Nun wünsche ich nur noch guten Appetit beim vertilgen von: Mäusen, Ratten, Frösche, Grashüpfer, Blindschleicher, Eidechsen, Schlangen, Würmer, usw.

   Der Storch, ist eben unter den Vögeln, kein Vegetarier.

Ein Wunder ist geschehen...

Dieses Ereigniss muss sofort geklappert werden

Erst noch Mamas & Papas Lieblinge ...

... und der ganze Stolz der Storchen Eltern ...

... wagt sich schon an neuen Freizeits Aktivitäten ...

... Toll - das geht ja schon ganz gut !! ...

... Hallo Papa oder Mama - keine Angst ich fliege ...

... wie geht's jetzt wieder zurück??!! ...

... geschafft - Landung geglückt. Na für Heute reichts, morgen ist auch noch ein Tag.

Familie Storch im Horst Nr.5 / Mamma oder Papa mit ihren 3 Jungs oder Mädchen. (die Jungmanschaft haben alle eine Indentitäts Karte am Bein, damit wir mal sehen können, wo sie ihre Winterferien verbringen.

Die Indentitäskarte der Störche:

     Beispiel: Hes SN 759

 HES = Herkunft Schweiz

 SN =   Geburtsort (Steinmaur)

 759 =  Der Storch

Storchenpost Mai 2020

Vor 70 Jahren waren unsere Störche ausgestorben !!

  Nicht nur wir Menschen werden mit Krank -heiten und traurigen Schicksalen heimgesucht.

 

  Die letzten Störche in der Schweiz, sind genau vor 70 Jahren komplett ausgestorben. Davon erzählen können nur noch unsere Urgross -mütter / -Vätern.

 

  Die Gründer der Storchensiedlung Steinmaur würden sich sicher freuen, wenn sie den reich -lichen Nachwuchs ihrer „Enkelkinder“ nach 70 Jahren erleben könnten.

  Natürlich, mit so vielen Störchen wird unser Himmel im Zürcher Unterland, auch nicht in der „Zugzeit“ bevölkert sein. Dafür ist Steinmaur und das Neeracher Ried als „Hup“ - Flugplatz nicht geeignet. Wir sind eher ein kleiner Provinz Flughafen für wenige „Individual“ Reisende.

 

  Aber auch in unserer Gegend, sehen und beherbergen wir in dieser Zeit wieder zwischen 30 und 50 Störche. Ein Lob an alle Storchen- pioniere, die dieses Schauspiel mit ihrem unentgeltlichen Einsatz möglich gemacht haben ( „Chronik“ der Storchensiedlung Steinmaur). Das ist sicher ein Geschenk für die heutige junge & zukünftige Generation im Zürcher Unterland geworden.

 

  Der „Hormon“ Haushalt, von unseren Adebaren, machte sich in diesem Jahr schon sehr früh bemerkbar. Daher zeugen auch, die zum Teil blutenden Verletzungen der Störchinnen am Rücken. Die Urheber sind natürlich die liebestollen Männchen mit ihren Fusskrallen.

 

 Schon im Februar, planten einige Paare ihren Nachwuchs für das Jahr 2020. Dabei vergessen sie scheinbar die Wetterbedingungen in unserem Klima. Die Brutzeit beträgt ca. 33-35 Tage ab der Zeit der Eierlegung im Horst. Das würde bedeuten, dass die Küken im März und Anfang April schlüpfen werden. Also fast einen Monat zu früh. Doch die Natur hat ihnen mit einer wunderschönen Schönwetterperiode geholfen, ihren Nachwuchs bis nach den Eisheiligen über die Runden zu bringen. Schön zusehen im Horst Nr.5 in der Storchensiedlung. Für uns Menschen bedeutete - dieses schöne und warme Wetter - infolge Krankheitsgefahr, möglichst leider zu Hause  bleiben.

 

 Auch der Horst im Höri Ried, nahe der Strasse nach Neerach, musste wieder komplett von den Störchen neu aufgebaut werden, da der tragende Ast beim Sturm abgebrochen war.

 

 Der zweite Horst im Kreisel Neerach, wurde auch ein Opfer des Sturmes „Sabine“ im Februar 2020. Das Storchenpaar hat sich aber gleich ein neues Nest innert wenigen Tagen, im neuen Höri Ried ca. 500m nördlich in einer Baumgabel aufgebaut. Zum Leidwesen für unsere Augen, gut im grünen Laub eingewachsen.

 

 Der erste Horst im Kreisel wird schon seit ein paar Jahren vom Storch HES SE 604 und seinem Liebhaber bewohnt. Dieses Jahr sogar wieder einmal mit Nachwuchs.

Endlich mal wieder Kinder im alten & jetzt einzigen Horst neben dem Verkehrs-Kreisel

Toller spaziergang im neuen Höri Ried.                           Herzlichen Dank

Die Gründer & Pioniere der Storchensiedliung Steinmaur

Ein Himmel voller Störche - aber leider noch nicht bei uns.

Die Hormone machen's möglich !!- Aber wehe es wird kalt & nass

Immer diese Männchen !! (Rückenverletzung beim Weibchen.) 

Im Horst 5  (Storchensiedlung) hat alles schon sehr früh geklappt !

Ich lebe in der Storchensiedlung auf dem Horst 2, und überlege mir, was ich im 2021 machen werde.

Jetzt haben wir in userem neuen Horst im hinteren Höri Ried nach dem Sturm nur noch Sonne puur.

Bis zum Sommer haben wir sicher einen guten Sichtschutz. (Neuer Horst in der Nähe des kleinen Parkplatzes im Höri Ried