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Aktuallisiert: 27.03.2021

Storchenpost

März / April 2021

und  in der nahen Umgebung des   Zürcher Unterlandes

Neeracher-, Höri Ried ,  Storchensiedlung 

Das verlockende Brutgebiet  -

Jetzt aber fertig gejammert - ich muss noch schnell ein paar Äste für den Horst sammeln...

Also der Winter ist schon eine harte Zeit ! Und diese langen Flüge mit Masken und wenig Verpflegung nur wegen Corona !! - Zum Glück sind wir Störche von dieser Vorschrift ausgenommen,

Natürlich gibt es viel Arbeit ! Aber wenigstens ist der Bauplatz noch  gratis.

Der "Flugtransport" vom Baumaterial übernehmen wir natürlich selber

Kein Problem - wir haben unseren Horst nur in einer Woche fertig gebaut !!

Auch unsere hinteren Nachbar im Höri Ried sind gesund zurück.

Also diese Frechheit von dieser jungen Generation....  Das ist und bleibt unser Horst - Verstanden !!!

Schleich Dich , sonst gibts Ärger !!

Auch bei uns auf der Kirche von Schöfflisdorf gibt es keinen Platz für fremde Störche

Bei uns ist die EU nichts Neues !  - wir sind schon seit Ewigkeit "Weltlich" eingestellt. Dieses Jahr eben in Oberglatt

Da darf ich als Deutscher Storch  im Naturschutzgebiet Oberglatt  nicht klagen. Meine Liebe gilt eben einer Schweizerin.

 Hallo liebe Storchenfreunde*innen

 

Der Frühling steht vor der Türe. Die meisten unserer „Unterländer-Adebaren“, haben ihren Horst besetzt und auch zum Teil, schon gegen Fremdstörche gut verteidigt.

 

So ist auch mein alt bekannter Storch „Zürihegel“ mit der Nummer SE 604, im „Neeracher Ried Kreisel“, wieder stolz mit seiner Frau zu sehen. Gut, - ein bisschen abgemagert und zerzaust sind sie die beiden schon, - aber bald werden sie sich uns, zu ihrer Hochzeit, im strahlenden weissen Federkleid präsentieren. Ob er auch dieses Jahr mit der „gleichen“ Partnerin, wieder zwei Jungvögel aufziehen wird, weiss ich leider nicht, denn sein „Gschpuusi“ möchte lieber anonym bleiben, da sie auf den „Ehe Ring“ am Bein verzichtet hat.

 

Gleich daneben, in der Nähe des kleinen Parkplatzes (Höri Ried), möchte ein

„Neu verliebtes Storchenpaar“ ebenfalls ein Eigenheim erstellen. Es ist im Moment noch in der Aufbaufase !?  Aber die Nachbarn, gleich daneben, geben ihnen sicher ein paar gute Bautipps,  denn sie haben sehr gute Erfahrung im schnellen Aufbau eines Horstes (1 Woche). 

 Diese zwei Störche waren auch die Unglücksraben vom Sturm „Sabine“ (Feb.2020), welche den Verlust ihres abenteuerlichen, einjährigen Horstes auf der schrägen Spitze, bei dem höchsten Baum im Kreisel verdauen mussten. Immerhin hatten sie in diesem Horst, im Jahr 2019 einem Jungstorch, in einer luftigen und mutigen Konstruktion, das Leben geschenkt. Heute benutzen die Stare, alle Überresten des Horstes für ihre Jungmannschaft.

 

Die zwei besagten Adebaren, haben aber gleich (2020) in nächster Nähe beim Parkplatz, eine super günstige Astgabel gefunden, die sich sehr gut eignete um einen grossen Horst aufzubauen (1 Woche). In diesem Nest, haben sie im Sommer, auch gleich wieder mit einem  - (eigentlich waren es sogar zwei, aber eines hat scheinbar nicht überlebt) Jungstorch, ihr Babyglück wiederholt.

 

Auch im hinteren Höri Ried nahe der Hauptstrasse, hat die Familienplanung letztes Jahr geklappt und ist auch jetzt wieder voll besetzt .

 

In Stadel, wurde mir erzählt, haben sich wieder die altbekannten „Stadler Störche“ aus Steinmaur auf der Kirche niedergelassen. Bei „meinen“ Beobachtungen glänzten sie leider immer wieder durch Abwesenheit. Der neue Horst auf dem Kirchenhügel wurde leider noch nicht eingeweiht.

 

Ganz anders die zwei Adebaren auf der Kirche von Steinmaur, die mussten sich sogar bereits gegen die ersten Fremdstörche wehren, die ihre Jungmannschaft ebenfalls mit Glockengeläut aufziehen wollten.

 

Den Abschluss ins  Westliche Unterland, bilden die zwei Störche auf der Kirche von Schöfflisdorf, die mir im kalten „Frühlingswind“ zeigten, dass es auch ihnen „Ernst“ ist mit der Familienplanung.

  

Auch im Osten, im  Naturschutzgebiet Oberglatt, hat sich ein Deutscher Adebar in eine Schweizer Störchin verliebt.

Zu meiner grossen Freude entdeckte ich auch im Horst am Bahnhof einen brütenden Storch. Das wäre, eine grosse und verdiente Belohnung für den Storchenfreund, welcher diesen Horst, eigenhändig aufgebaut hatte, weil der alte auf dem Nachbargrundstück abgeholzt wurde.

 

In der Storchensiedlung sind im Moment alle Horste mit Ausnahme eines "aussen" Horstes (Nr.5), mit je zwei Störchen besetzt. Ausserdem baut ein Paar auf der alten Weide einen neuen Horst. Sie werden aber bei meinem Besuch, immer wieder von den alteingesessenen Bewohner (Nr.4) heftig attakiert.

 

Auch beim "Honegger Teich" entstehen mindestens ein, oder vielleicht auch zwei neue Horste. Beim alten grossen Horst hat das Brutgeschäft schon begonnen.

Beim Orchideen Müller „5 Horsten Baum“ sind ebenfalls vier Horste besetzt. 

 

Auch ich habe in diesen Winter, immer wieder Ansammlungen von Störchen gesehen. Natürlich kann der Klimawandel einen Einfluss haben. Dazu befinden wir uns nahe an der Westzugsrichtung der Vögel und aus der Vogelperspektive sieht unser Neeracher Ried sehr einladend aus. Für einen Storch sind 50-100 km bei guten Windverhältnisse und Thermik einen „Klacks“, der bereitet nur seine Flügel aus, mit einer Spannweite von 2 Metern und segelt ohne Kraftanstrengung zum nächsten Gruppentreffen. Auch bei meinen Beobachtungen auf „Animal-Tracker“ bleiben die meisten in Südfrankreich oder Spanien. Der Speiseplan auf so einer Müllhalde ist eben doch sehr verführerisch. Ausserdem hat es für die Brutstörche den Vorteil, dass der Weg zurück viel kürzer ausfällt.

Zur Not  -  würden wir auch noch die "SWISS" buchen.

Es ist schon ein bisschen lärmig da beim Bahnhof Oberglatt !  Dafür nahe am  Öffentlichem Verkehr und den Menschen.

Toll - so eine grosse Familie. Aber auch wir halten immer den gewissen Abstand ein !!

Für die Neugierigen unter Euch - machen wir auch mal eine Home Story aus der Nähe.

Unser Horst im hinteren Höri - Ried

Die Stadler Störche geniessen noch den freien Ausgang.

Aber sicher nicht mehr lange...

Hallo - wir sind zu Hause !!!

Der Start hat geklappt - nun hoffe ich auf eine perfekte Landung auf dem Horst

In der Storchensiedlung gibt es sicher was zum fressen, auch wenn man es den Enten wegstibitzt !!

Was waren wir doch für tolle Baumeister !! (2019)

Uns beim Honegger Teich wirst Du im Frühling nicht mehr sehen ! Aber wir sind jetzt schon auf dem Horst.

Heute leben wir in "Demut" in einem viel grösserem Horst ! - Dafür haben wir unseren Besitz den kleinen Vögel überlassen.

Das gleiche gilt für den " Fünf Horste Baum" beim Müller Orchideen.

Wir leben ganz aussen links.

... und wir so ca. in der Mitte.

Auch dieses Nest im "Fünf Horste Baum" ganz rechts, mit toller Aussicht ist für diese Saison schon vermietet