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 Alle Original Ausgaben der Storchenpost 2020 sind weiterhin im "Archiv - "Storchenpost 2020" sichtbar.

Aktuallisiert: 12.10.2021

Storchenpost
Aug/Sep/Okt/Nov/Dez 2021

Text: Werner Fahrner, Dielsdorf
Foto: Werner Fahrner, Dielsdorf

Foto: Andreas Dändliker, Hombrechtikon

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Die Feuerwehr ...

... Das "Mobile - Pass" - Büro

von unseren Störchen

Foto: Andreas Dändliker, Hombrechtikon

Liebe Storchenfreunde*innen,

     

Keine Angstder Feuerwehreinsatz                war kein Notfall !!!

Dieser Feuerwehr Einsatz am Lützelsee bei Hombrechtikon, war natürlich kein Notfall mit Blaulicht und Sirene.

Da die Störche ihre Horste lieber in der Höhe (10 - 40 Meter) mit einem tollen Ausblick bauen, braucht es schon schweres Gerät, um den „Beringer“ für seine Arbeit sicher zu den Horsten zu bringen.

Zum Glück gibt es immer noch Feuerwehr-Kommandos die diesen Einsatz in Verdankenswerter Weise "Gebührenfrei" und in ihrer Freizeit,  für uns Mitmenschen erledigen. Auch in diesem Jahr sind die helfenden Männer der Feuerwehr, ein “Mobiles Pass Büro“, im Dienste der Wissen- schaft und aller Storchenfreunde, die mehr über den Aufenthaltsort und das Zugverhalten der jungen Störche wissen möchte.

Auskunft über eine abgelesene    HES - Nummer gibt die Vogelwarte Sempach.

Bei Störchen mit der Nummer  DER... ist die Vogelwarte Radolfzell in Deutschland am Boden-Untersee zuständig.

 

Auch ich durfte am Lützelsee, beim riesigen Storchenbaum, für diese Ausgabe der Storchenpost, als Gast dabei sein. Der Aufstieg zu den in sehr grosser Höhe befindlichen Storchen-horsten, über die schwankende Feuerwehrleiter ist nicht jedermanns Sache. Da braucht es sehr viel Gleichgewichtssinn, Trittsicherheit und auch sehr viel Mut. Höhenangst  darf natürlich nicht vorhanden sein. Vor allem wäre der Aufprall am Boden bei einem Fehltritt, oder einem Sturz ohne Storchenflügel nicht zu empfehlen.

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Foto: Andreas Dändliker, Hombrechtikon

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Foto: Andreas Dändliker, Hombrechtikon

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Der Zurücktretende Storchenvater Max Zumbühl

Foto: Andreas Dändliker, Hombrechtikon

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Foto: Andreas Dändliker, Hombrechtikon

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Foto: Andreas Dändliker, Hombrechtikon

Die Beringung der Jungstörche müssen spätestens ab der 3.bis 6.Lebenswoche erfolgen, weil sie danach nicht mehr in die "Totenstarre" fallen und die Gefahr besteht, dass sie vor Aufregung aufstehen, weg kriechen, zuschnappen oder aus dem Horst hüpfen. Diese Arbeit selbst dauert nur wenige Sekunden und ist für die Störche völlig ungefährlich.
Den Ring tragen sie dann bis an ihr Lebensende.

In diesem Alter, kann man bei der Beringung, ihr Geschlecht leider noch nicht bestimmen.

Selbst wenn sich der Menschengeruch übertragen sollte, so macht dies nichts aus, denn Störche können nicht riechen.

Im Jahre 1898 kam der dänische Lehrer Hans Christian Mortensen als erster auf die Idee  Vögel zu beringen, mit der Hoffnung etwas über ihr Leben zu erfahren. Im Jahre 1902 wurde dann der erste Storch gekennzeichnet.

Dazu werden heute die Störche am Bein, oberhalb des Sprunggelenks, mit einer ELSA-Ring (in ungeraden Jahren links und in geraden Jahren rechts), - das sind laserbeschichtete Kunststoffhülsen (schwarze Hülse mit weisser Schrift), mit einem fortlaufenden Buchstaben-Ziffern-Code (Ringnummer), der senkrecht angeordnet 4-mal erscheint.
Drei Seiten des Ringes, tragen das Kürzel für die "Beringung Zentrale" und eine Seite trägt die Post- und E-Mail- Adresse. Von diesem Ring erhofft man sich auch, dass der Kot weniger haftet und sich die Nummer besser ablesen lässt.  

Durch die Beringung ist es möglich, die Störche in ihren Brutgebieten und auf den Zug Routen, zu identifizieren und so ihren Lebenslauf zu erforschen und zu verbessern.

An die Beringer werden höchste Ansprüche bezüglich Technik, Datenqualität und Sicherheit der zu beringenden Störche gestellt. Dazu müssen sie besonders ausgebildet sein. Geprüft werden Kenntnisse über Vogelart, Fang und sachgerechte Handhabung. Nur mit diesem Nachweis bekommen sie eine offizielle amtliche Genehmigung für die Vogelberingung.

Diese Daten über die Jungstörche und deren Ringnummern werden in den bekannten "Beringungs Zentralen" gespeichert und können dort abgefragt werden.

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Als Dank für deine Beobachtung und Meldung, erhältst Du von der zuständigen Vogelwarte die Daten und vielleicht noch -  wenn vorhanden den aktuellen Lebenslauf.

Siehe mein Blog: Der Storch HES SE604 (Vogelwarte Sempach)
(Auf der Webseite der Vogelwarte kann man ein Meldeformular herunterladen)

Video: Storchenberingung in Bornheim (D)

Kamera: Andreas Blattner // u.w. Christian Reis & Pfalzstorch.de

Unser "Beringer" der langjähriger "höhensicherer"  „Senior“  Storchenvater Max Zumbühl, übergibt  in diesem Jahr, seine Beringer Tätigkeit, an den jungen Fachmann vom Zürcher Zoo.

Auch unseren Storch im Neeracher Ried Kreisel HES SE604, hat Max Zumbühl damals als Babystorch im Zoo Zürich, mit dem Schweizer Pass ausgerüstet. Dazu kamen in den Jahren seiner Tätigkeit, noch viele andere Jungstörche aus der Storchensiedlung Steinmaur.

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Foto: Andreas Dändliker, Hombrechtikon

Der Zürihegel HES SE604, war aber kein „Reisefüdli“,  obwohl er in der Nähe des Flughafens geboren wurde. Sein einziger Auslandsaufenthalt war in Südfrankreich in Marseille. Danach hat er sich als "Senkrechter Schweizer", nur noch im Kanton Zürich herumgetrieben (siehe Blog) und bezog dann mit seiner Partnerin, bis heute den tollen "Einfamilien Horst" im Neeracher Kreisel.

Vielleicht war diese Hüpfburg doch ein bisschen zuviel für den alten Baum

Nun - auch dieser Einfamilien Horst, gehört seit Mitte August zur Vergangenheit.        Er wurde zu einem totalen Elementarschaden, bei welchem der Morsche Unterbau des Horstes abgebrochen war.

Zum Glück waren seine zwei Jungstörche schon ausgeflogen, so gab es ausser dem schönen Horst,  keine Verluste. Manchmal - am Abend, kann man beide Störche sehen, wie sie sich noch immer  traurig Gedanken machen, über einen Neubau im nächsten Jahr.

Ein Lichtblick am Ende des Tunnels !!

Seit dem Frühling 2021 entwickelt sich in Niederglatt, bei der  spezialisierten Firma Schwegler Garten & Forstarbeiten, ein sehr für die Adebare interessanter und scheinbar zugeschnittener "Storchenzauberwald".

Foto: WEB.Cam Ch.&B.Schwegler

Foto: Ch.&B.Schwegler

Foto: Ch.&B.Schwegler

Nun vielleicht gibt es nächstes Jahr einen Umzug in dieses Neugebaute Storchen Horst Quartier.
Die Wohnungen sind ab sofort bezugsbereit und der Strassenlärm kennt Familie HES SE604 schon vom Kreisel im Neeracher Ried.
Alle weitere Infos auf meiner neuen Seite:
    "Schweglers Storchen-Zauberwald" in Niederglatt (ZH)

Es wird Zeit für einen kleinen Rückblick ins Storchenjahr 2021.

Es ist wieder Spätsommer geworden und bald läuten die gelben und farbigen Wälder den Herbst und Winter ein. Dieses Jahr war nicht nur für die Menschen nicht einfach, sondern auch die Störche, mussten mit all den Widrigkeiten, mit der Ausnahme einer Corona Erkrankung, in dieser Zeit fertig werden.

 

Wenn Wasser und Kälte über lange Zeit  zusammen kommt und sich die Sonne nicht mehr blicken lässt, ist das eine sehr gefährliche Zeit für die jungen Störche. Auch das Futter wird bei diesem Wetter sehr knapp. Fast jeder Horst hatte in dieser Zeit, entweder wenige oder keine Jungstörche. Auch war der Anteil der gestorbenen Küken sehr gross. Alleine der Zoo Zürich zählte 11 tote Jungstörche. Auch im Höri Ried, im Horst auf der Kirche in Stadel und in der Storchensiedlung, gab es je einen toter Jungstorch.

 

Immer hin konnten sich die restlichen Jungstörche, darunter auch sechs mit einem Schweizer Pass als Botschafter, aus der Storchen Siedlung Steinmaur, auf den Weg in den Süden machen.

 

Natürlich unter den tausenden von Störchen, die sich jedes Jahr in den Badeferien im sonnigen Spanien oder sogar in Afrika tummeln, werden Schweizer Störche mit der Nummer HES... , für den Beobachter, eher ein seltener Lottotreffer sein.

 

Aber dank diesen Nummern erfahren wir von unseren Vogelfreunden im Süden, vieles über den Aufenthaltsort der Adebare und deren aktive Freizeitbeschäftigung. Vielleicht sind ja die Steinmaur Jungstörche aus der Storchensiedlung, mehr Globetrotter als der Zürihegel SE604 aus dem Zoo Zürich. Wer Weiss!!!

Nun mit dem jungen kleinen, Glücksbringer auf dem Kamin der "Alten Spinnerei" in Glattfelden, möchte auch ich mich, mit dieser Storchenpost für dieses Jahr verabschieden. Ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr wieder mit der alten Energie, weiterhin schöne Bilder und Geschichten über unsere Adebare im ZU-Unterland machen darf.

    In diesem Sinne wünsche ich Euch - bleibt            Gesund, schöne Festtage und einen guten            Rutsch ins Neue Jahr. 

Storchenpost
Mai - Juli 2021

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Schnee !!!

Eis !!!

... & fast kein warmer Sonnenstrahl !!!

Kälte !!!

Regen !!!

 Hallo liebe Storchenfreunde*innen

 

Der Frühling 2021

war nicht nur für uns Menschen sehr unerfreulich. Unsere Störche leiden zwar nicht unter dem  Corona Virus.

 

Aber infolge der Nässe und Kälte bedeutete es doch für einige Küken den Weg über die Regenbogenbrücke ins Vogelparadies.

 

Auch bei mir selber gab es in diesen Tagen eine Achterbahn der Gefühle. Jetzt freue ich mich, dass doch noch in den meisten Horsten wenigsten 1 oder 2 Jungstörche gross werden. Aber leider blieben auch einige Horste leer.

 

Wenn im März / April und vor allem im Mai, die Nester zeitweise nicht mit Störchen besetzt sind, bedeutet das meistens, dass es mit dem Babysegen nicht geklappt hat.

Kein Storch lässt die Eier und später ihre Jungen allein im Horst zurück. Immer ist wenigstens ein Altstorch als Beschützer gegen Fressfeinde auf dem Nest.

 

In der Storchensiedlung Steinmaur war ich Zeuge, bei der Entsorgung eines noch nicht ganz geschlüpften Storchenkükens welches sich noch im aufgebrochenen Ei befand.

Auf der Kirche Stadel musste auch eines den Weg über die Regenbogenbrücke nehmen.

 

Leider traf dieses Schicksal auch viele Jungstörche in ganz Europa.

 

Die Nässe, also der Dauerregen, ist das schlimmste für die kleinen Küken. Die Horste haben eine Tiefe, zum Teil bis zu 30 cm. Diese  Nestmulde wird zu allem Übel, auch noch schön mit Gras, Moos und leider auch mit Erde und aufgefundenen Plastikfolien ausgepolstert.

Jetzt fehlt der Ablauf für das gestaute Wasser und die kleinen Küken, - kaum aus dem Ei geschlüpft, ertrinken im Horst.

Das ist sicher auch ein Grund, dass die Kleinen in einer Woche so schnell wachsen müssen, um dieser Gefahr zu entgehen. Leider kann sich in der Folge, immer noch eine Lungenentzündung einstellen.

Die Kälte ist  für die kleinen Störche weniger ein  Problem, solange sie unter dem Gefieder der Eltern Platz haben.

Der Storch hat eine eigene Körpertemperatur von 41 ° Celsius. Also genug Wärme für die Kleinen.

 

In der Storchensiedlung Steinmaur gibt in diesem Jahr  Jungstörche.(Akt.14.06.21)

 

Auf der Kirche Schöfflisdorf und Steinmaur habe ich je 2 gesehen.

 

In Stadel freuen sich die Storchenfreunde über eine Grossfamilie - trotz einem Küken Verlust - hat es immer noch 3 kleine Racker im Kirchen Horst

 

Im Höri Ried (Saumbach / Kreisel) wurde mein Bekannter Storch SE 604 wieder Vater von 2 Kindern.

 

Auch das Paar im Ried (Höri Nr.2 ) hat ebenfalls 2 Junge im Horst.

 

Das Storchenpaar im hinteren Ried

(Höri 1) konnte 1 Baby durch diese schwere Zeit begleiten.

 

Wie viele Jungstörche im ZH-Unterland es sind die den der Weg über die Regenbogenbrücke gehen mussten, kann ich nicht sagen, aber es werden einige gewesen sein. Ein Storchenweibchen legt im Durchschnitt 4-5 Eier, wobei davon 3-4 Jungstörche den ersten Weg ins Storchenleben erfolgreich bei uns überleben.

 

Die Brutdauer dauert so etwa 32-35 Tage (ab Ei Ablage), also bis Ende Mai und Anfangs Juni.

 

Zur Zeit sehen wir beim sehr genauen Hinsehen vielleicht mal die kleinen Köpfchen am Horst Rand. Das Wachstum geht jetzt sehr schnell. So zeigen sie sich schon bald, zwischen den Beinen ihrer Eltern, mit den eigenen kleinen schwarz / weissen Flügelchen. Ab Mitte Juni präsentieren sie aber schon Stolz, ihre grosse Flügelspannweite.

 

In einem Monat verlassen schon - selber fliegend - die ersten Jungstörche ihren Horst, - aber noch nicht das Brutgebiet.

 

Einige von Ihnen bekommen jetzt auch bald eine „Amtliche Identitäts Karte“ am Bein. Über dieses Thema werde ich in der nächsten Storchenpost etwas schreiben. 

 

Herzliche Grüsse und bleibt gesund

       Werner Fahrner, Dielsdorf

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Der Frühling will einfach nicht kommen. Immer wieder Regen-Schnee-Eis und Kälte  (Foto: E.Urban-Novak)

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Die Einrichtung und der Möbelkauf, ist wirklich bei diesem Wetter ein Problem. Diese Luftheizung  mit sehr guten CO2 Werten - ist für unsere Babys in diesem Jahr einfach zu kalt.

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Wir brauchen unbedingt besseres Wetter, damit wir einmal grosse Störche werden können.

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Unsere trauernde Gedanken sind bei den Storchenkinder, die den Weg über die Regenbogenbrücke, wieder zurück ins Storchenparadies gehen mussten.

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Auch dieses kleine Storchenküken hat noch in der halben Eierschale leider nicht überlebt. Ich vermute es ist ertrunken im gestauten Wasser des Horstes infolge starkem Regen.

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Für uns Zurückgebliebenen Jungstörche heisst es jetzt - viel futtern, gesund bleiben & viel von unseren Eltern lernen was zu so einem hart verdienten Storchenleben dazugehört.

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 Kopf Hoch !! Nur keine Depressionen zulasse. Das gehört eben zu unserem Storchenleben.  Jetzt müssen wir uns besser mal mit unserer Sommergardarobe beschäftigen.

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Aha !! am Himmel passiert etwas !!!  So viel blau haben wir schon lange nicht mehr gesehen.

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Und verliebt sind wir ja immer noch wie am ersten Tag.

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Na - das neue Haus sieht ja schon ganz gut aus.

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Vielleicht wäre die Vergrösserung des Sitzplatzes gar keine schlechte Idee .

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Habe ich nicht schon grosse Flügel ?

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             Unser Traum vom perfektem Familienglück

Ein Horst in luftiger Höhe, 2- 4 Kinder, Ein Männchen (oder ein Weibchen) das fleissig für Nahrung sorgt - und natürlich Sommerferien (für nur uns zwei) im sonnigen Afrika. Wir müssen uns ja wieder erholen von dieser stressigen Kindererziehung.

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Auch wenn es nasse Füsse gibt. Das beste Baumaterial findet man immer dort wo kein anderer hingeht.

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Der Flugtransport war schon immer unsere Spezialität

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Der "Flug" (Weg) Ist das Ziel !!

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Die Bauarbeiten sind für dieses Jahr beendet.

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Jetzt gebe ich unseren gelegten Eiern schön warm, damit wir bald einen mit Kindern belebten Familiehhorst bekommen

Storchenpost

März / April 2021

Text & Foto: Werner Fahrner, Dielsdorf

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und  in der nahen Umgebung des   Zürcher Unterlandes

Neeracher-, Höri Ried ,  Storchensiedlung 

Das verlockende Brutgebiet  -

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Zur Not  -  würden wir auch noch die "SWISS" buchen.

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Jetzt aber fertig gejammert - ich muss noch schnell ein paar Äste für den Horst sammeln...

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Natürlich gibt es viel Arbeit ! Aber wenigstens ist der Bauplatz noch  gratis.

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Der "Flugtransport" vom Baumaterial übernehmen wir natürlich selber

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Kein Problem - wir haben unseren Horst nur in einer Woche fertig gebaut !!

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Auch unsere hinteren Nachbar im Höri Ried sind gesund zurück.

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Also diese Frechheit von dieser jungen Generation....  Das ist und bleibt unser Horst - Verstanden !!!

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Schleich Dich , sonst gibts Ärger !!

Für die Neugierigen unter Euch - machen wir auch mal eine Home Story aus der Nähe.

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Toll - so eine grosse Familie. Aber auch wir halten immer den gewissen Abstand ein !!

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Hallo - wir sind zu Hause !!!

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Der Start hat geklappt - nun hoffe ich auf eine perfekte Landung auf dem Horst

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Unser Horst im hinteren Höri - Ried

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Die Stadler Störche geniessen noch den freien Ausgang.

Aber sicher nicht mehr lange...

 Hallo liebe Storchenfreunde*innen

 

Der Frühling steht vor der Türe. Die meisten unserer „Unterländer-Adebaren“, haben ihren Horst besetzt und auch zum Teil, schon gegen Fremdstörche gut verteidigt.

 

So ist auch mein alt bekannter Storch „Zürihegel“ mit der Nummer SE 604, im „Neeracher Ried Kreisel“, wieder stolz mit seiner Frau zu sehen. Gut, - ein bisschen abgemagert und zerzaust sind sie die beiden schon, - aber bald werden sie sich uns, zu ihrer Hochzeit, im strahlenden weissen Federkleid präsentieren. Ob er auch dieses Jahr mit der „gleichen“ Partnerin, wieder zwei Jungvögel aufziehen wird, weiss ich leider nicht, denn sein „Gschpuusi“ möchte lieber anonym bleiben, da sie auf den „Ehe Ring“ am Bein verzichtet hat.

 

Gleich daneben, in der Nähe des kleinen Parkplatzes (Höri Ried), möchte ein

„Neu verliebtes Storchenpaar“ ebenfalls ein Eigenheim erstellen. Es ist im Moment noch in der Aufbaufase !?  Aber die Nachbarn, gleich daneben, geben ihnen sicher ein paar gute Bautipps,  denn sie haben sehr gute Erfahrung im schnellen Aufbau eines Horstes (1 Woche). 

 Diese zwei Störche waren auch die Unglücksraben vom Sturm „Sabine“ (Feb.2020), welche den Verlust ihres abenteuerlichen, einjährigen Horstes auf der schrägen Spitze, bei dem höchsten Baum im Kreisel verdauen mussten. Immerhin hatten sie in diesem Horst, im Jahr 2019 einem Jungstorch, in einer luftigen und mutigen Konstruktion, das Leben geschenkt. Heute benutzen die Stare, alle Überresten des Horstes für ihre Jungmannschaft.

 

Die zwei besagten Adebaren, haben aber gleich (2020) in nächster Nähe beim Parkplatz, eine super günstige Astgabel gefunden, die sich sehr gut eignete um einen grossen Horst aufzubauen (1 Woche). In diesem Nest, haben sie im Sommer, auch gleich wieder mit einem  - (eigentlich waren es sogar zwei, aber eines hat scheinbar nicht überlebt) Jungstorch, ihr Babyglück wiederholt.

 

Auch im hinteren Höri Ried nahe der Hauptstrasse, hat die Familienplanung letztes Jahr geklappt und ist auch jetzt wieder voll besetzt .

 

In Stadel, wurde mir erzählt, haben sich wieder die altbekannten „Stadler Störche“ aus Steinmaur auf der Kirche niedergelassen. Bei „meinen“ Beobachtungen glänzten sie leider immer wieder durch Abwesenheit. Der neue Horst auf dem Kirchenhügel wurde leider noch nicht eingeweiht.

 

Ganz anders die zwei Adebaren auf der Kirche von Steinmaur, die mussten sich sogar bereits gegen die ersten Fremdstörche wehren, die ihre Jungmannschaft ebenfalls mit Glockengeläut aufziehen wollten.

 

Den Abschluss ins  Westliche Unterland, bilden die zwei Störche auf der Kirche von Schöfflisdorf, die mir im kalten „Frühlingswind“ zeigten, dass es auch ihnen „Ernst“ ist mit der Familienplanung.

  

Auch im Osten, im  Naturschutzgebiet Oberglatt, hat sich ein Deutscher Adebar in eine Schweizer Störchin verliebt.

Zu meiner grossen Freude entdeckte ich auch im Horst am Bahnhof einen brütenden Storch. Das wäre, eine grosse und verdiente Belohnung für den Storchenfreund, welcher diesen Horst, eigenhändig aufgebaut hatte, weil der alte auf dem Nachbargrundstück abgeholzt wurde.

 

In der Storchensiedlung sind im Moment alle Horste mit Ausnahme eines "aussen" Horstes (Nr.5), mit je zwei Störchen besetzt. Ausserdem baut ein Paar auf der alten Weide einen neuen Horst. Sie werden aber bei meinem Besuch, immer wieder von den alteingesessenen Bewohner (Nr.4) heftig attakiert.

 

Auch beim "Honegger Teich" entstehen mindestens ein, oder vielleicht auch zwei neue Horste. Beim alten grossen Horst hat das Brutgeschäft schon begonnen.

Beim Orchideen Müller „5 Horsten Baum“ sind ebenfalls vier Horste besetzt. 

 

Auch ich habe in diesen Winter, immer wieder Ansammlungen von Störchen gesehen. Natürlich kann der Klimawandel einen Einfluss haben. Dazu befinden wir uns nahe an der Westzugsrichtung der Vögel und aus der Vogelperspektive sieht unser Neeracher Ried sehr einladend aus. Für einen Storch sind 50-100 km bei guten Windverhältnisse und Thermik einen „Klacks“, der bereitet nur seine Flügel aus, mit einer Spannweite von 2 Metern und segelt ohne Kraftanstrengung zum nächsten Gruppentreffen. Auch bei meinen Beobachtungen auf „Animal-Tracker“ bleiben die meisten in Südfrankreich oder Spanien. Der Speiseplan auf so einer Müllhalde ist eben doch sehr verführerisch. Ausserdem hat es für die Brutstörche den Vorteil, dass der Weg zurück viel kürzer ausfällt.

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Da darf ich als Deutscher Storch  im Naturschutzgebiet Oberglatt  nicht klagen. Meine Liebe gilt eben einer Schweizerin.

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Es ist schon ein bisschen lärmig da beim Bahnhof Oberglatt !  Dafür nahe am  Öffentlichem Verkehr und den Menschen.

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Auch bei uns auf der Kirche von Schöfflisdorf gibt es keinen Platz für fremde Störche

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Bei uns ist die EU nichts Neues !  - wir sind schon seit Ewigkeit "Weltlich" eingestellt. Dieses Jahr eben in Oberglatt

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Also der Winter ist schon eine harte Zeit ! Und diese langen Flüge mit Masken und wenig Verpflegung nur wegen Corona !! - Zum Glück sind wir Störche von dieser Vorschrift ausgenommen,

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In der Storchensiedlung gibt es sicher was zum fressen, auch wenn man es den Enten wegstibitzt !!

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Was waren wir doch für tolle Baumeister !! (2019)

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Uns beim Honegger Teich wirst Du im Frühling nicht mehr sehen ! Aber wir sind jetzt schon auf dem Horst.

Heute leben wir in "Demut" in einem viel grösserem Horst ! - Dafür haben wir unseren Besitz den kleinen Vögel überlassen.

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Das gleiche gilt für den " Fünf Horste Baum" beim Müller Orchideen.

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Wir leben ganz aussen links.

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... und wir so ca. in der Mitte.

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Auch dieses Nest im "Fünf Horste Baum" ganz rechts, mit toller Aussicht ist für diese Saison schon vermietet